Frankfurter Allgemeine Zeitung: Plädoyer für realistische Wirtschaftsethik

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Frankfurter Allgemeine Zeitung: Plädoyer für realistische Wirtschaftsethik

In einem Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt Christoph Lütge, Professor für Wirtschaftsethik an der TU München, es sei unverständlich, dass Großunternehmen gewaltige Risiken eingehen würden, die am Ende mittlerweile zweistellige Milliardenbeträge kosten könnten - ethische Risiken, die schließlich zu ökonomischen werden könnten. Statt Reputation und Marke zu schädigen, sei es besser, Programme und Managementsysteme in Sachen Ethik und Integrität als Frühwarnung einzurichten, um ethische Probleme zu erkennen und zu vermeiden. Denn nur, wenn Strukturen und Anreize in Unternehmen geändert würden, könnten „ehrbare Kaufleute“ auch ehrbar bleiben. Besonders in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung und Industrie 4.0 würden Regeln für Ethik benötigt, so Lütge. Es sei grundsätzlich wichtig, einerseits die Möglichkeiten der Ethik für Unternehmen anzuerkennen, gleichzeitig müsse aber gesehen werden, dass zur Wirtschaftsethik auch die ökonomische Seite dazugehöre.