Fuldaer Zeitung: Die Regeln machen den entscheidenden Unterschied

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In seinem Gastkommentar schreibt Christoph Lütge, Professor für Wirtschaftsethik an der TU München, in der Fuldaer Zeitung, dass ehrbares Verhalten in der Wirtschaft nicht mehr als Problem einzelner Persönlichkeiten gesehen werden könne, sondern als Problem von Regeln verstanden werden müsse. Marktwirtschaft und Wettbewerb würden viele ethische Leistungen erbringen und im Dienste aller stehen, wenn man sie mit fairen Regeln versehe. Wenn aber Regeln Korruption und Mitnahme belohnen, so würden die einzelne Akteure zu unethischem Verhalten angeleitet. Auch der „ehrbare Kaufmann“ könne nur ehrbar bleiben, wenn er dadurch keine dauerhaften Nachteile erleide.

Viele Unternehmen hätten eingesehen, dass ehrbares Verhalten in der Wirtschaft als Problem von Regeln verstanden werden müsse und richten Abteilungen für „Corporate Social Responsibilty“ ein. Auch das diene sowohl ökonomischen als auch ethischen Zwecken: Wirtschaft und Ethik seien keine Gegensätze. Laut einer Studie des IW Köln aus dem Jahr 2011 fordern 90 Prozent aller Unternehmen, Wirtschaftsethik als Pflichtfach in der Managerausbildung zu verankern. Wirtschaftsethik sei damit laut Lütge kein Orchideenfach, sondern trage konkrete Früchte.

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