Rhein-Main-Zeitung: Der „homo oeconomicus“ ist nicht alles

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Die Rhein-Main-Zeitung berichtet, dass das Fach „Wirtschaftsethik“ seit der Finanz- und Wirtschaftskrise an Hochschulen mehr gefragt ist und in den vergangenen zehn Jahren zunehmend Veranstaltungen zum Thema Institutionsethik oder Individualethik („Ehrbarer Kaufmann“) angeboten werden. Prinzipiell ginge es darum, den Studenten zu vermitteln, dass der Mensch nicht nur ein „homo oeconomicus“ sei, sondern auch altruistisch und kooperationsbereit. Der Begriff des „Ehrbaren Kaufmanns“ werde von Professor Hartmunt Kliemt von der Frankfurt School of Finance & Management  als „moralisches Kriegsgeschrei“ abgewertet, jedoch biete eine mit ihm verbundene Nostalgie die Chance für eine Rückkehr zu Berechenbarkeit, Ehrlichkeit und Solidität. Andere Professoren sehen in ihm ein veraltetes wirtschaftsethisches Konzept, oder warnen davor, bestimmte moralische Auffassungen mit aller Kraft umzusetzen und damit dem Unternehmen zu schaden. Es ginge vielmehr darum, dass ehrbare Kaufleute entsprechende Bedingungen für ethisches Handeln schaffen.

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