Süddeutsche Zeitung: Fair Play

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Karl-Heinz Büschemann kommentiert in der SZ den Streit von Volkswagen mit seinen kleinen Zulieferern. Der VW-Konzern habe in den vergangenen beiden Wochen vorgeführt, wie Geschäfte auf keinen Fall laufen dürfen: zum einseitigen Vorteil. Dieses und vergleichbares Vorgehen offenbare ein grundsätzliches Problem in der Wirtschaft: Wer seine Geschäftspartner demütigt und ihnen zu viel abverlangt, hat keine Zukunft. Bisweilen führte wirtschaftlicher Druck dazu, dass Anstand und Respekt auch vor dem Geschäftspartner schnell auf der Strecke bleibe. So sei der ehrbare Kaufmann zwar ein Jahrhunderte altes Idealbild der europäischen Wirtschaftskultur, würde aber immer mehr zur „historischen Reminiszenz mit romantischem Beigeschmack und schrumpfender Bedeutung für die moderne Welt.“ Demgegenüber stünden u.a. die Leitlinien der „Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg“, die über gutes Wirtschaften „mit schöner Einfachheit“ schreibe: „Nicht alles, was rechtlich zulässig ist, ist auch ehrbar.“

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